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Test Falk LUX 32 Höhen und Tiefen

In der Verpackung war neben dem (bereits gebrauchten) Falk Lux32, Batterien und USB Kabel auch eine Fahrradhalterung. Was für mich sehr praktisch war, da ich das Fahrrad im Urlaub dabei hatte.

 

Nach dem Einschalten des GPS wurde ich nach der Sprache gefragt, und ich mußte einige Zeit warten (dabei fragte ich mich fährt es noch hoch oder hängt es???) Nach einer geschätzten Ewigkeit war das Gerät an. Oh welch eine Freude hier von Italien ist eine Karte drauf! Da habe ich mir erst mal Stück für Stück die verschieden Menüpunkte angeschaut. Bisher macht alles einen super Eindruck.

 

Dann ging es an den Computer. Als intensiver Geocacher nutze ich GSAK, eine Datenbankanwendung zum organisieren der Geocaches. Damit machte ich eine Auswahl an Geocaches, die mich in der Urlaubsgegend interessierten. Diese kopierte ich dann auf das Gerät in den Ordner GPXImport. Danach das Navi wieder eingeschaltet und ewig gewartet. Es kommt immer die Anzeige, das es neue Wegpunkte importiert. In der Zwischenzeit habe ich über das Internet heraus bekommen, dass die GPX Datei über GSAK um einiges größer gemacht wird als das Gerät erkennt. Also habe ich das Gerät nochmal an den Laptop gehängt und es mit einer passenden kleineren Datei versucht. Jetzt startete das Gerät nach einigen Minuten.

 

Über das Menü suchte ich mir jetzt ein Geocache aus der Umgebung aus. Die Auswahl viel auf GC4GDGE „La Laterna, Arco“. Nach der Auswahl wurde ich gefragt ob ich zu Fuß oder per Fahrrad das Ziel erreichen will. Ich wählte das Fahrrad und nutzte dazu auch die beigefügte Fahrradhalterung, die sich als erstaunlich gut heraus stellte. Mein MTB hat einen ziemlich dünnen Lenker. Da die Halterung mit einem Zugband stufenlos einstellbar ist, war das Befestigen schnell und gut zu bewerkstelligen. Das GPS wird dann einfach eingesteckt und rastet hörbar mit einem Klick sicher ein. Dann ging die Radtour zum ersten Geocache los. Der Navi sprach seine Anweisungen wie man es von einem Autonavi gewöhnt ist. Auch auf dem Display ist die Karte und Wegführung optisch sehr gut zu erkennen. Nach wenigen Minuten war ich beim Geocache und konnte ihn schnell finden.

 

Als am nächsten Tag die Familie beim Sonnen am Gardasee war, versuchte ich den nächsten Geocache zu suchen. Es handelt sich um GC1REW5 „Sarca Footbridge“ der laut Karte nur wenige Meter entfernt sein muss. Es handelt sich um ein Cache unter einer Brücke. Leider kannte die Karte im Navi die Brücke nicht und schickte mich erst eine Brücke weiter um die Flussseite zu wechseln und dann wieder auf der anderen Seite zurück? Dann betrachtete ich die Navi-Karte genauer. Alle neuen Radwege und einige Brücken waren nicht auf der Karte? Somit war das Navi leider nur sehr eingeschränkt im Urlaub zu verwenden.

 

Am nächsten Tag war eine Wandern und mit einem Klettersteig angesagt. Vor dem Start noch ein paar neue Batterien rein und los ging es. Diesmal hatte ich den Navi nicht zur Routenplanung dabei, sondern zum Aufzeichnen der Strecke und wegen der Karte, damit man eventuell den normalen Weg verlassen kann. Auch hier war wieder das optisch gute erkennen der Wege sehr gut zu verwenden. Zum Aufzeichnen der Route ist übrigens seitlich ein Knopf am Gerät, der nach kurzem Drücken fragt ob man die Route aufzeichnen/pausieren/beenden will. Die Funktion finde ich sehr praktisch. Nach einigen Stunden Wandern, gab es den ersten Batteriewechsel. Am frühen Nachmittag irgendwo im Felsen wäre dann der zweite Wechsel angebracht gewesen, hätte ich weitere Batterien dabei gehabt. Bisher hatte ich abgesehen von Handys noch kein GPS-Gerät, das sein Akku/Batterien so schnell verbraucht.

 

Zurück in Deutschland habe ich dann den Falk Nux 32 parallel zu meinem eigenen Navi verwendet. Dabei gab es noch einige Unterschiede. Klar hatte ich es bei der Bedienung des Eigenen leichter, weil ich es über Jahre gewohnt bin, aber einige Funktionen wie das schreiben der Field-Note fand ich immer dann wenn ich es nicht brauchte. Bei dem wichtigen Punkt des Satellitenempfang hatte Falk die Nase vorn. Egal ob es ums einschalten geht, um die Genauigkeit beim Geocachen oder bei schlechtem Empfang zwischen den Bergen, war Falk immer ein klein wenig besser. Nach dem Aufspielen neuer Geocache, benötigt Falk dafür ewig lange für den ersten Start.

 

 

Fazit:

Das Falk Lux 32 ist optimal für Personen, die bereits im Auto ein Navi haben, und den Komfort auch bei Radtouren wünschen. Die Sprachansagen sind wie beim Autonavi gut zu verstehen. Auch die Routenplanung direkt am Gerät ist sehr gut durchdacht. Super ist auch die Möglichkeit bei der Tourplanung öffentliche Verkehrsmittel einzubinden. Auch das Aufspielen von kostenlosen Touren aus dem Internet (z.B. www.Rad-Karlsruhe.de) ist einfach. Allerdings sollte man Ersatz Batterien dabei haben. Für Geocacheanfänger ist das Gerät ebenfalls sehr interessant. Allerdings eingefleischte Geocacher tun sich relativ schwer damit umzugehen, da alles etwas anders aufgebaut ist und auch die Anbindung an das wichtige G.S.A.K. Programm sehr schlecht ist.

 

Was könnte FALK besser machen.

  1. Akkulaufzeit
  2. Anbindung an GSAK (Für echte Geocacher ein muss)
  3. Das oben am Kartenrand angezeigt wird, wie weit der nächste Cache entfernt ist (Vielleicht gibt es die Funkion?)
  4. Bei Testgeräten geht man davon aus das Software und Karte entweder den Stand haben wie bei einem Neukauf oder idealerweise aktuell sind. Man will als Tester nicht unbedingt die Karten oder Software ändern!
  5. Eine Bindung der Kunden an Ihr System. Wie zum Beispiel Bei Garmin-Express oder Runtastic. Hier werden die Daten immer im Netzwerk gesichert und durch die Statistiken ist man motiviert. Gleichzeitig ist das Teilen der erlangten Erfolge über Facebook&Co eine einfache Werbung auf die Falk nicht verzichten sollte.
  6. Wenn man im Internet auf die Herstellerseite vom Falk Lux32 geht, findet man keine direkte Links zum Handbuch, Software und Benutzerforum?
  7. Von den mehreren hundert Geocachern die ich kenne hat keiner ein Falk-Gerät, da müsste Falk kreativ werden, um hier Fuß zu fassen. Die Technik ist fast perfekt und die Programmierer machen auch einen sehr guten Job, aber der echte Kontakt zwischen echten Benutzer und Programmierer fehlt!

 

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